Kath. Marienkrankenhaus Hamburg
Umbau InterdisziplinäreS Notfallzentrum (INZ)
Am Standort des Kath. Marienkrankenhaus wurde das erste interdisziplinäre Notfallzentrum (kurz: INZ) Deutschlands umgesetzt. Das innovative Konzept wurde in engem Austausch zwischen HENKE + PARTNER und dem Team um Herrn Dr. Wünning abgestimmt und in der umgebauten Bestandsstruktur in drei Bauabschnitten realisiert.
Die Baumaßnahme reagiert auf moderne Entwicklungen und zukunftsweisende Versorgung am Standort: Zukünftig wird im neuen Notfallzentrum in drei unterschiedlichen Patientenströmen organisiert und versorgt. Patienten der Low- oder Medium-Care werden in der Triage einer Versorgung zugeordnet und räumlich voneinander getrennt.
Im Low-Care-Bereich wird der Patient zur Allgemeinmedizin geleitet, wie in einer Praxis behandelt und können in den meisten Fällen die ZNA nach der Behandlung verlassen. Im Medium-Care-Bereich gelangt der Patient zu den interdisziplinären Untersuchungs- und Behandlungszimmern. Nach Behandlung kann der Patient das INZ verlassen, wird in den High-Care-Bereich verwiesen oder stationär aufgenommen.
Patienten, die von einem RTW in die ZNA gebracht werden, kommen unmittelbar in den High-Care-Bereich, und werden dort sofort versorgt. Durch die Überbauung des ehemaligen Innenhofs wird eine Trennung von gehenden und liegenden Patienten erreicht, was der zukünftigen Notfallversorgung gemäß GBA-Beschluss entspricht. Die zum Hof ausgerichteten U+B-Räume können von beiden Fluren genutzt werden was die strikte Abgrenzung zwischen der High-Care zu den anderen beiden Care-Bereichen ermöglicht.
Das Projekt wurde im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen und bei laufendem Krankenhausbetrieb in engem innerstädtischen Kontext umgesetzt.
Die Maßnahme wurde mit öffentlichen Mitteln gefördert.
Titelfoto: Ralf Buscher Photography
Fotos (Fertigstellung): Ralf Buscher Photography
Fotos (Bauprozess): HENKE + PARTNER